Tränkewasser

Tränkewasser zählt zu den essentiellen aber häufig vergessenen Komponenten in der Tierfütterung. Die Bedeutung eines hohen Hygienestatus im Tränkewasser wird durch praktische Erfahrung und durch wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder herausgestellt. Um dieser Bedeutung noch mehr Nachdruck zu verleihen, wird das Tränkewasser vielerorts bereits schon als das wichtigste Futtermittel benannt.

Eine unzureichende Qualität des Tränkewassers kann weitreichende Folgen für die Tiergesundheit haben, die sich wie folgt darstellen:

  • reduzierte Wasseraufnahme, dadurch geringere Futteraufnahme,
  • daraus resultierende sinkende Mastleistungen,
  • Hang zu Erkrankungen,
  • Übertragungen von Krankheitserregern,
  • Unzureichende Wirkung von über Trinkwasser verabreichten Medikamenten,
  • Parasitenaufnahme
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Planung:

Ein hoher Hygienestandard ist heutzutage eine unumstößliche Grundlage für die sichere Produktion hochwertiger Nahrungsmittel. Um die Tiere dauerhaft mit Tränkewasser höchster Qualität zu versorgen, bedarf es einer qualitativ hochwertigen Wasserquelle bzw. Aufbereitung und eines guten Wasser - Hygienemanagements.

Hier paar wesentliche Maßnahmen, die Sie bei der Planung Ihres Wassermanagement beachten sollten:

  • Absicherung der Wasserquelle (Regenwasser, Brunnen) durch entsprechende Anlagentechnik
  • Optimale Auslegung der Wasserleitung (Ringleitungen, Vermeidung von Toträumen, optimale Rohrleitungsquerschnittes)
  • Reinigung und Desinfektion der Wasserleitung nach dem Einsatz von Medikamenten / Futterzusatzstoffen über das Trinkwasser
  • Dauerentkeimung während der Produktionsphase (Mikrofiltration oder UV-Lampe)

www.wasserzisterne.de kann Ihnen dabei helfen, eine optimale Aufbereitung für ihr Wasser bereitzustellen. Speziell Regenwasser hat einige sehr gute EIgenschaften, die Sie überraschen werden:

 

Lokale Aufbereitung von Quell- und Regenwasser:

Regenwasseraufbereitung

Ähnlich wie Großanlagen des Wasserwerkes bereiten wir das Wasser aber direkt vor Ort auf, um einen mögichst kurzen Weg zum Endverbrauchen zu garantieren. Denn hier Bedarf es nur einigen sehr natürlichen Schritten um aus Wasser sehr hochwertiges Trinkwasser zu machen. Speziell Regenwasser ist in unserer Region ein sehr sauberer Grundstoff  da dieser bis dato mit noch nichts anderem in Berührung gekommen ist. Daher bauen wir das folgende Beispiel hierauf auf. Beim Quellwasser würde zur Ergänzung nur noch eine 2 Kartuschenanlage mit Aktivkohle dazu kommen. Dies ist preislich aber sehr überschaubar.

Nun zu den einzelnen Schritten:

Sie schließen Ihre Fallrohre am Haus zusammen und leiten das Wasser am besten in eine Zisterne. Große Speichervolumen werden wir 50.000 l Kunststofftanks am lostengünstigstens umgesetzt. Pro Kuh rechnen wir mit 2 m³ an benötigtem Speichervolumen um 20 Tage Trockenheit ohne Probleme überstehen zu können.

1. Vorfilter - wird direkt im Zulauf der Zisterne verbaut und ist notwendig um Grobschmutz wie Blätter, Ästchen usw. schon vorher zu eleminieren.

2. Beruhigter Zulauf - das einzuleitende Wasser wird mit einem Rohr nach unten geleitet und über einen speziellen Auslaufstutzen eingelassen, damit keine Verwirbelungen entstehen. 

3. Schichtung und Sedimentation - im beruhigten Wasser fangen die Schwebstoffe (z.B. Sand von den Dachplatten) sich an abzusetzten und die leichten Stoffe wie Pollen werden über den Überlauf vom Filter wieder ausgeleitet, da diese sich auf der Wasseroberfläche befinden.

4. In einem Auslaufschaft der etwas tiefer liegt, wird die Hochleistungsfiltration installiert - die Kernkomponente ist die Ultra- und Mikrofiltration. Diese Membranfilterung filtert kleinste Partikel > 0,2 µm und sorgt somit für keimfreies, klares Wasser. Bakterien haben eine größe von 1 -10 µm!

5. Das aufbereitete Wasser, das durch die FIltration geflossen ist, wird in einem Trinkwasservorlagebehälter mit 1-2 m³ gespeichert, damit immer genug Wasser zur Verfügung steht falls mehere Nutztiere gleichzeitig trinken oder der Melkstall gesäubert werden muss.  

6. Ein drehzahlgeregeltes Hauswasserwerk saugt das Wasser aus dem Behälter an und erhöht den Druck für das Gebäudenetz. Dieses Wasser hat Trinkwasserqualität und kann auch im Wohngebäude verwendet werden. 

7. UV-Lampe - Trinkwasser das länger steht (Leitungen) neigt dazu nach ca. 14 Tagen wieder zu verkeimen. Um hier 100% sicher zu sein, dass auch die Lagerung nachträglich keine Probleme bereitet, wird eine zusätzliche UV-Lampe installiert. Dieses garantiert, dass keine Bakterien in das Leitungsnetz gelangen können. 

 

Inhaltsstoffe von aufbereitetem Wasser:

Analysen

Hintergründe zu den einzelnen Werten:

  • Eine hohe generelle Belastung des Tränkewassers mit Keimen kann sich negativ auf das Immunstatus und damit auf das Allgemeinempfinden von Tieren auswirken.
  • Hohe Nitratgehalte können zu einer Belastung von Nitrit führen. Erhöhte Nitritgehalte verursachen Stoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen. Sehr hohe Nitritgehalte können schließlich durch Bildung von Methämoglobin zur Blockierung des Sauerstofftransportes führen.
  • Ammonium kann in höheren Konzentrationen Störungen im zentralen Nervensystem verursachen, was bspw. bei Schweinen zum Kannibalismus beitragen kann. Weiterhin kann es zu Leistungsminderungen und insbesondere zu Durchfällen kommen.
  • Hohe Sulfatgehalte wirken allgemein laxierend (abführend) mit der Folge von Durchfall und negativer Beeinflussung der Kotkonsistenz.
  • Hartes Wasser ist allgemein ungünstig, da es mit erhöhten Sulfatgehalten einhergeht. Diarrhö und Leistungsminderungen sind die Folge. Eine Medikation mit hartem Wasser bleibt durch Wirkstoffausfällungen meist ohne die erhoffte Wirkung. Zudem kann es durch Kalkablagerungen zu Verstopfungen in Tränkenippeln und Leitungen kommen.
  • Erhöhe Eisengehalte bedingen durch einen unangenehmen Geschmack ganz allgemein eine verringerte Wasseraufnahme der Tiere. Weitere Folgen sind Verstopfungen durch Ausfällungen von Eisenoxiden in den Tränkenippeln sowie Wirkstoffausfällungen bei Medikamentationen

 Fazit:

Das Regenwasser ist sehr weich und hat keine metallischen Geschmack, da es direkt von der Aufbereitung zum Endverbraucher kommt. Lange metallische Leitungen werden vermieden. Somit führt die Bekömmlichkeit von Regenwasser zu einer höheren Wasseraufnahme der Nutztiere, was schlussendlich zu einem besseren Ertrag führt. Alternative kann unsere FIltertechnik auch für den Bereich der Reinigung von Quellwasser eingesetzt werden. Dies kann man an den beiden Bilder sehen.

Keimzahl Brunnenwasser

Bakterien von Brunnenwasser

 

Aufbereitetes Wasser

Aufbereitetes Brunnenwasser  

 

Wirtschaftlichkeit trotz beserer Wasserqualität:

Dieses System arbeitet kontinutierlich und somit kommen Sie mit einer relativ kleinen Aufbereitungsanlage aus, welche normalerweise auch in Einfamilienhäusern verbaut werden. Der Unterschied bei größen Anlagen/Bedarfen ist, dass wir noch ein paar weitere Filterpatronen einsetzen. Grundregel ist, je höher der Verbrauch, desto schneller haben Sie Ihre Investition wieder verdient. Bei 50 RInder haben Sie am Tag einen Bedarf von Trinkwasser von ungefähr 5 m³. Auf das Jahr gesehen reden wir hier über einen Verbrauch von 1825 m³. Basierend auf den aktuellen Wasserpreisen ist die Anlage somit in 3-4 Jahren komplett bezahlt. In dem Fall, dass Sie zudem noch den Melkstand säubern, Ihre Leitungen spülen und Ihr Haus damit versorgen, würde nur ein weiterer Tank dazu kommen und Sie optimieren die Rendite auf 2-3 Jahre. 

 Nachdem dieses Thema sehr komplex ist, freuen wir uns, wenn Sie uns direkt kontaktieren. Gerne beraten wir Sie bei der weiteren Planung bzw. der Umsetzung eines hochwertigen Trinkwassersystems. 

 

Persönliche Beratung

Tel.:    +49 8304 / 92 92 988

Email:  info@wasserzisterne.de

 

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